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03-04-2018 08:00:01

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Weitergabe der Folklore im Liaohe-Folkloremuseum

Das Liaohe-Folkloremuseum liegt in der Stadt Panjin in der nordostchinesischen Provinz Liaoning. Der Liaohe-Fluss ist mit einer Länge von 1345 Kilometern einer der sieben längsten Flüsse Chinas. Im Liaohe-Folkloremuseum werden nicht nur die Erfolge bei der Regulierung des Liaohe-Flusses ausgestellt, sondern zum Beispiel auch die Kultur, die Geschichte und die Folklore am Liaohe-Fluss präsentiert. Viele Künstler zeigen im Museum ihre traditionellen Künste und Fertigkeiten, was bei den Besuchern großen Zuspruch findet.

In der Halle des Liaohe-Folkloremuseums spielen Wang Fuling und ihr Partner jeweils Trommel und Sanxian und führen einen Ausschnitt eines Dong Bei Da Gu-Stücks auf. Die „Dong Bei Da Gu“ ist eine Kunst des traditionellen Geschichtenerzählens, die vor allem im Nordosten Chinas verbreitet ist. Panthari Nadan, ein Besucher aus Indien, ist von dieser Kunstform fasziniert.

„Jede Region in China hat ihre eigene Volkskunstform. Heute ist es das erste Mal, dass ich mir vor Ort eine Kunst des Geschichtenerzählens ansehe. Die ‚Dong Bei Da Gu' ist wunderbar. Ein Darsteller spielt Sanxian, während eine andere Darstellerin erzählt und singt und die Trommel schlägt. Es ist nicht leicht, sich einander anzupassen. Die Melodie und der Gesang klingen toll.“

Die Dongbeidagu hat eine lange Geschichte und war bei normalen Menschen sehr beliebt. Im Laufe der Zeit verlor diese Kunst aber an Attraktivität. Es gibt heute nicht viele Künstler der „Dong Bei Da Gu“. Wang Fuling erinnert sich an die vergangenen 30 Jahre.

„Mit 16 Jahren begann ich, die ‚Dong Bei Da Gu' zu lernen. Damals war meine Familie sehr arm. Ich konnte meiner Lehrerin nur Reis als Gebühren zahlen. Später trat ich selbst auf der Bühne auf, um Geld zu verdienen. Damals wurde ich wie ein Star verehrt.“

Leider wurde die „Dong Bei Da Gu“ nach der Öffnung Chinas von der Pop-Musik und TV-Shows verdrängt. Die Kunst war sogar vom Verschwinden bedroht. Sie erlebte erst wieder eine Blütezeit, nachdem sie im Mai 2006 in die nationale Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen worden war. Parallel wurde eine Reihe von traditionellen chinesischen Künsten geschützt und weitergegeben. Darunter auch Juci, eine Fertigkeit zur Restaurierung von Porzellan. Billu kommt aus Indien und studiert an der Jinzhou'er Medizinischen Hochschule. Beim Besuch im Liaoge-Folkloremuseum findet er Juci magisch.

Weitergabe der Folklore im Liaohe-Folkloremuseum

„Ich dachte eigentlich, dass zerbrochene Porzellane nicht mehr benutzt werden können. Wenn ein Porzellan ein wenig geschädigt ist, werfe ich es weg. Aber ich habe gesehen, dass der Meister mit kleinen Eisennägeln die zerbrochenen Brocken verbindet. Diese Technik ist sehr schwer, aber sie scheint ihm, leicht zu fallen. Ich finde ihn großartig.“

Was Billu schildert, ist die Technik Juci. Auf dem berühmten Gemälde der Song-Dynastie „Qingming Shang He Tu“ (Szenen am Fluss beim Qingming-Fest) sieht man schon die Ausführung dieser Fertigkeit. Aber mit der Entwicklung der Gesellschaft und Wirtschaft sind die Preise der Waren für täglichen Bedarf immer stärker gesunken. Die Fertigkeit zur Restaurierung von Porzellanen ging daher fast verloren. Zhang Jiwei kommt aus einer Familie, die die Technik Juci beherrscht. Aber gerade seine Familie war dagegen, als er diese Technik lernen wollte.

„Als ich noch klein war, gefiel mir diese Technik sehr. Mein Großvater kannte sich mit der Juci gut aus. Meine Eltern unterstützten mich aber nicht. Ich habe selbst die Juci gelernt und viele Materialien gelesen. Ich kann jetzt zerbrochene Porzellane restaurieren.“

Für Zhang Jiwei ist die Juci nur ein Hobby. Mit dieser Technik kann er seine Familie nicht ernähren. Obwohl er sich in der Stadt Panjin schon einen Namen gemacht hat, verdient er jährlich durch die Technik nur rund 10.000 Yuan RMB. Er hat daneben einen festen Job.

Die traditionellen Künste und Fertigkeiten wie die Dongbeidagu und die Juci sind in den vergangenen Jahren unter staatlichen Schutz gestellt worden. Für Wang Fuling ist die „Dong Bei Da Gu“ nicht nur ein Job, sondern die Wiederbelebung der Volkskultur.

„Ich möchte die ‚Dong Bei Da Gu' weitergeben. Ich möchte Kurse veranstalten und es Lehrlingen beibringen. Das ist mein Ideal. Ich möchte die chinesische Volkskultur weitreichend präsentieren. “

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